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Neonazis werden auch im Westen immer aktiver

Lange wurden sie als rein ostdeutsches Problem betrachtet, doch das sind sie schon längst nicht mehr. Ein Beispiel dafür ist Dortmund, wo sich die Zahl der registrierten rechtsextremen Straftaten in den letzten Jahren mehr als verdoppelte. Seit den Kommunalwahlen im Jahr 2009 sitzen je ein Vertreter der DVU und der NPD im Rat. Besonders aktiv in der Stadt ist, wie auch in Berlin, die Gruppe der "Autonomen Nationalisten".
Äußerlich sind sie kaum von autonomen linken Jugendgruppen zu unterscheiden. Ihr Engagement richtet sich allerdings ganz klar gegen politisch Andersdenkende und sogenannte "Fremde". Indem sie gezielt einzelne Familien oder Einrichtungen attackieren, entsteht in ganzen Stadtteilen ein Klima der Angst. Das Ziel der Rechten ist die Schaffung nationaler Zonen, in denen sie sich frei bewegen können, ohne von politischen Gegnern gestört zu werden.

Die Opfer des rechten Terrors fühlen sich von den politischen Vertretern der Stadt und ihren Behörden alleingelassen, sorgen die sich doch häufig vielmehr um das Image der Stadt Dortmund.

Damit erhalten die Neonazis in Dortmund, wie auch in vielen anderen Orten Deutschlands die Chance, in ihrer Gegend Macht über den Alltag zu gewinnen und damit zu bestimmen, wer sich frei bewegen darf und wer nicht.


Quelle: taz vom 25.01.10

Weitere Informationen unter: http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/tief-im-westen/




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