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"Vor den Toren Europas?" - Studie zum Migrationspotenzial aus Afrika

Die aktuelle Forschungsstudie, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg, im Auftrag des Bundesministerium des Innern erstellt hat, soll eine qualitative Einschätzung künftiger Migrationsbewegungen aus Afrika in Richtung Europa ermöglichen.
So bilanziert die Studie einerseits sowohl den Umfang innerafrikanischer Wanderungen als auch die Zuwanderung afrikanischstämmiger Migranten in den EU-Raum und nach Deutschland innerhalb der letzten zehn bis 15 Jahre. Andererseits führt die Studie eine Reihe von Faktoren an, z. B. ein starkes Bevölkerungswachstum, eine vielerorts unsichere Wirtschaftslage, instabile Staaten, etc., die für die nächsten Jahre einen deutlichen Anstieg des Migrationspotenzials aus Afrika erwarten lassen.

Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass der Großteil der Wanderungsbewegung auch weiterhin innerhalb des afrikanischen Kontinents stattfinden wird. Allerdings wird der Anteil der afrikanischen MigrantInnen mittelfristig auch in Europa ansteigen. Für die Bundesrepublik ist jedoch kaum mit einem Anstieg zu rechnen, davon betroffen sind eher die Mittelmeeranrainerstaaten.

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maiziére wies auf die Verantwortung der europäischen Staaten gegenüber den afrikanischen Herkunfts- und Transitstaaten hin: "Wir sollten die betroffenen Staaten noch stärker bei der Beseitigung von Migrationsursachen unterstützen. Dies betrifft insbesondere deren Fähigkeit, die durch den Klimawandel bedingten Herausforderungen zu bewältigen und die innerafrikanische Migration zu steuern."


Heruntergeladen bzw. bestellt werden kann die Studie unter: www.bmi.bund.de sowie unter: www.bamf.de .


Quelle: PM des BMI vom 27.01.10


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